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Landesprogramm Bildungsregionen: Strukturen für eine abgestimmte Bildungslandschaft vor Ort

Digitaler Themenvormittag „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ am 27.10.2021


Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) erfordert ressortübergreifendes Denken, lebt von Kooperationen und stellt ein Querschnittsthema dar. Wie kann eine strukturelle Verankerung gelingen?

Am 27.10.2021 lud die Beratungsstelle des Landesprogramms Bildungsregionen zu einem thematischen Treffen zum Thema BNE ein. Dabei wurden Perspektiven der Kommunen, des Landes und über die Landesgrenzen hinaus durch verschiedene Vorträge zusammengeführt. Knapp 30 Personen aus den Bildungsregionen, weiteren interessierten Kommunen, der Schulverwaltung und von landesweit agierenden außerschulischen Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren diskutierten die vorgestellten Inhalte.

Dr. Lea Schütze vom bundesweit agierenden BNE-Kompetenzzentrum, das Teil der Transferinitiative kommunales Bildungsmanagement ist, gab Einblicke in die kommunale Prozessbegleitung zu Bildung und Nachhaltigkeit in der Kommune. Sie betonte die Bedeutsamkeit von Verwaltungsstrukturen und die Organisation der Verwaltung als wichtige Gelingensbedingung in der Umsetzung von BNE vor Ort. Es gelte, einer hierarchischen Versäulung durch eine Verankerung von BNE als Querschnittsthema entgegen zu wirken. Dabei könne die Integration von BNE in das kommunale Bildungsmanagement hilfreich sein.

Achim Beule vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg veranschaulichte Aktivitäten zur Umsetzung des Bildungskonzeptes BNE in unterschiedlichen Handlungsbereichen. Netzwerke wie beispielsweise das BNE-Schulnetzwerk spielten auf dem Weg zur nachhaltigen Bildungslandschaft eine entscheidende Rolle für die Verankerung von BNE in der formalen Bildung. Bildungsregionen könnten dazu geeignete Netzwerkstrukturen für die Umsetzung in der Kommune bereitstellen.

Franz Meißner und Nicole Juling aus der Stadt Heidelberg (Bildungsbüro und Agenda-Büro) gaben Einblicke in die Umsetzung von BNE vor Ort. Die gelebte Vernetzung wurde in zahlreichen Aktivitäten deutlich, die entlang der gesamten Bildungsbiographie dargestellt wurden. Insbesondere die Implementierung von BNE-Teams an Schulen habe sich als Erfolgsmodell bewährt.

Die beteiligten Akteurinnen und Akteure bezogen sich auf ein weites Verständnis von BNE, das ökologische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen sowie übergreifende globale Zusammenhänge und Abhängigkeiten integriert. Einbezogen sind auch Fragen zum Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Sinne eines whole institution approach kann BNE eine Klammer für übergreifende Querschnittsthemen der Verwaltung darstellen und eine Vernetzung der relevanten Partnerinnen und Partner unterstützen.

 

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