In der 26. Kalenderwoche vom 22. bis 27. Juni 2026 hat das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg im Auftrag des Kultusministeriums eine Stichprobenerhebung an rund 750 öffentlichen Schulen zur Unterrichtssituation durchgeführt, bei der Schulen aller Schularten (mit Ausnahme der Schulen besonderer Art) ausgewählt wurden. Im Bereich der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) wurden ausschließlich Einrichtungen mit dem Förderschwerpunkt Lernen berücksichtigt.
Landesweit belief sich der Unterrichtsausfall in der Erhebungswoche auf 8,6 Prozent der Pflichtstunden gemäß aktuellem Stundenplan. Am niedrigsten war der Ausfall an den SBBZ mit Förderschwerpunkt Lernen, gefolgt von den Grundschulen, den beruflichen Schulen und den Werkreal- und Hauptschulen. Höhere Ausfallquoten wurden an den Gemeinschaftsschulen, den allgemein bildenden Gymnasien und den Realschulen verzeichnet.
Die Hitzewelle im Juni 2026 mit Temperaturen von bis zu 40°C und der dadurch ausgefallene Unterricht („Hitzefrei“) hat die Ergebnisse der Erhebung deutlich beeinflusst. Aus diesem Grund sind die Ergebnisse der aktuellen Stichprobenerhebung nicht direkt mit denen der Vorjahre vergleichbar. Es kommt über alle Schularten hinweg zu großen Abweichungen. Eine Bereinigung der Ergebnisse um hitzebedingte Ausfälle ist nicht vollständig möglich, da Stunden, die auch ohne „Hitzefrei“ ausgefallen wären, nicht zweifelsfrei identifiziert werden können.
Diese und weitere detaillierte Ergebnisse können Sie der Anlage entnehmen.
Für fachliche Rückfragen steht das Kultusministerium als zuständige Ansprechstelle zur Verfügung.