Lernstand 7 ist ein förderdiagnostisches Verfahren des Landes Baden-Württemberg für die Fächer Deutsch und Mathematik, das aus zwei Ebenen besteht. Im Schuljahr 2026/27 wird dieses neue Verfahren zum ersten Mal landesweit angeboten.
Mit Lernstand 7 wird im Anschluss an die Orientierungsstufe der Lernstand von Schülerinnen und Schülern zu Beginn der 7. Klasse in eng umrissenen Kompetenzen der Bildungsstandards ermittelt und dabei das gesamte Leistungsspektrum heterogener Lerngruppen abgedeckt. Im Fach Deutsch handelt es sich um den Kompetenzbereich „Lesen“ und im Fach Mathematik um den Kompetenzbereich „Zahl und Operation“. Im Rahmen einer sogenannten Lernstandsanalyse werden einzelne prognostisch relevante Basiskompetenzen untersucht.
Die Ergebnisrückmeldungen liefern den Lehrkräften fundierte Informationen über den Leistungsstand ihrer Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der untersuchten Kompetenzen (Ebene I). Ausgehend von diesen Ergebnissen können Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler diagnosegeleitet fördern, d. h. passgenau und zielgerichtet. Die im Rahmen von Lernstand 7 zur Verfügung gestellten Förderhinweise berücksichtigen ebenfalls das gesamte Leistungsspektrum (Ebene II).
Eine Durchführung von Lernstand 7 im Schuljahr 2026/27 wird empfohlen. Diese findet in einem festgelegten Zeitraum statt. Die Hauptschulen/Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen setzen die Testheftversion I und die Gymnasien die Testheftversion II ein. Lernstand 7 wird nicht benotet. Für die Entwicklung und Durchführung des Verfahrens ist das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg zuständig.
Zuletzt geändert am: 15.04.2026