Wie können Landesinstitute und Qualitätseinrichtungen Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse verfügbar machen?

In der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft ist ein Beitrag aus dem IBBW zu Open-Science-Praktiken an Landesinstituten und Qualitätseinrichtungen der Länder erschienen.

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Open-Science-Praktiken können unterstützen, nachvollziehbare Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse für verschiedene Akteurinnen und Akteure bereitzustellen. In dem Beitrag „Open-Science-Praktiken an Landesinstituten und Qualitätseinrichtungen der Länder – Chancen und Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis" beleuchten Lisa Birnbaum, Alexandra Dehmel, Nora Fröhlich, Kerstin Norwig,  Juliane Rutsch,  Ulrike Rangel und Benjamin Fauth am Beispiel des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) wie Open Science-Praktiken an Landesinstituten und Qualitätseinrichtungen umgesetzt werden können. Konkret geht es um die Bereiche Open Methodology, Open Educational Resources, Open Data und Open Access. 

Open Methodology wird am IBBW z. B. durch Präregistrierungen von Studien sowie in Form von Reproducible Reporting realisiert. Beispielsweise werden in der Publikationsreihe Wissenschaft und Praxis (Serie Forschungseinblicke) Daten und Ergebnisse von Studien und Evaluationen des IBBW zur Verfügung gestellt.

Open Data werden vom IBBW unterstützt, sind jedoch nicht in allen Bereichen leicht umsetzbar. Im Bereich der amtlichen Schulstatistik werden viele Merkmale (z. B. Schüler- und Klassenzahlen) frei zugänglich und kostenlos zur Verfügung gestellt. Forschungsdaten sollen langfristig gemäß den FAIR-Prinzipien generiert und aufbereitet werden.

Open Access: Bei Publikationen wird grundsätzlich geprüft, ob eine Open Access-Veröffentlichung erfolgen kann. Bei wissenschaftlichen Publikationen wird angestrebt, die Erstveröffentlichung im Open Access zu realisieren. Die hauseigenen, wissenschaftsbasierten und zugleich praxisorientierten Publikationsreihen Wirksamer Unterricht und Wissenschaft und Praxis sind online frei zugänglich.

Open Educational Resources (OER): Die Entwicklung und Bereitstellung von OER ist im Sinne des Wissenschaftstransfers eine Kernaufgabe des IBBW. Es adressiert mit seinen OER insbesondere Lehrkräfteaus- und fortbildende, Verantwortliche in der Lehrkräftebildung und die Schulaufsicht, aber auch (angehende) Lehrkräfte und Schulleitungen aller Schularten.

In dem frei verfügbaren Artikel werden die verschiedenen Bereiche ausführlicher beleuchtet sowie Chancen und Herausforderungen diskutiert. Deutlich wird, dass Landesinstitute und Qualitätseinrichtungen durch Open-Science-Praktiken mehr Transparenz, eine erhöhte Nachvollziehbarkeit und bessere Zugangschancen zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren praktischer Anwendung schaffen können, und dass sich hierüber der Wissenschaftstransfer fördern lässt.

Mehr zum Thema Wissenschaftstransfer am IBBW:
https://ibbw-bw.de/,Lde/Startseite/Wissenschaftstransfer