Zweiter Zwischenbericht zur Evaluationsstudie "Lernförderliche Leistungsrückmeldungen in der Grundschule"

Wie wird die Umsetzung des Modellversuchs "Lernförderliche Leistungsrückmeldungen in der Grundschule" erlebt und wahrgenommen? Antworten auf diese Fragen finden Sie im 7. Band der Reihe Wissenschaft und Praxis.

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Der neu erschienene 7. Band der Reihe „Wissenschaft und Praxis“ von Rutsch, Ruth-Herbein, Schnelle und Fauth (2026) stellt die Evaluationsergebnisse der dritten Klassenstufe des Modellversuchs "Lernförderliche Leistungsrückmeldungen in der Grundschule" (LLr) vor. 

Im Rahmen des Modellversuchs wird an 35 Grundschulen in Baden-Württemberg auf die Vergabe von Ziffernnoten verzichtet. Stattdessen sind die Modellschulen dazu angehalten, alternative Formen der Leistungsrückmeldung zu verwenden. An den Vergleichsschulen werden dagegen weiterhin Ziffernnoten vergeben. 

Wie bereits in der zweiten Klassenstufe (vgl. erster Zwischenbericht) zeigen sich auch am Ende der dritten Klassenstufe keine Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern an Modell- und Vergleichsschulen in ihrer Entwicklung der Lesefertigkeiten, der mathematischen Fähigkeiten, dem schulischen Wohlbefinden und der Lernfreude. 

Am Ende der zweiten Klasse berichteten die Kinder an den Modellschulen von weniger Leistungsangst. In der dritten Klasse zeigt sich dieser Unterschied nicht mehr. Dafür geben die Kinder an den Modellschulen am Ende der dritten Klasse ein höheres Interesse an Mathematik an als die Kinder an den Vergleichsschulen. Der zweite Zwischenbericht beleuchtet zudem, wie alternative bzw. traditionelle Leistungsrückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern sowie von Schulleitungen und Lehrkräften an Modell- und Vergleichsschulen wahrgenommen werden. 

Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Lehrkräfte an den Modellschulen die Lernentwicklungsgespräche nützlicher einschätzen als die Lehrkräfte an den Vergleichsschulen. Nach Angaben der Eltern nutzen Lehrkräfte an Modellschulen dabei mehr lernförderliche Gestaltungselemente als Lehrkräfte an Vergleichsschulen, beispielsweise Selbsteinschätzungen der Lernenden und Rückmeldungen zur Lernentwicklung.

Auch die Schulleitungen bewerten die alternativen Formen der Leistungsrückmeldung positiv: An den Modellschulen schätzen sie die Kompetenzrückmeldung zum Schulhalbjahr als nützlicher ein als Schulleitungen der Vergleichsschulen die traditionelle Halbjahresinformation. Außerdem bescheinigen sie dem Schulversuch eine gute Umsetzbarkeit und eine nachhaltige Verbesserung der Lehr-Lern-Qualität. 

Möchten Sie mehr erfahren?
Hier finden Sie den vollständigen zweiten Zwischenbericht.

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