Das Schuldatenblatt ist ein Schuldashboard für die datengestützte Qualitätsentwicklung an Schulen. Das digitale Unterstützungsinstrument bietet für jede Schule sowie für deren zuständige Schulaufsicht einen kompakten Überblick über qualitätsrelevante Daten der Schule. Es dient Schulleitungen als Unterstützung bei der schulinternen Steuerung und Bilanzierung der Qualitätsentwicklung. Zudem ist es eine zentrale Gesprächsgrundlage für die Statusgespräche mit Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen Schulleitungen und Schulaufsicht.
Das Schuldatenblatt ist seit dem Schuljahr 2023/24 flächendeckend verfügbar. Es wird jedes Schuljahr für öffentliche allgemein bildende und berufliche Schulen sowie für Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren mit den Förderschwerpunkten Lernen, geistige Entwicklung, Sprache sowie körperliche und motorische Entwicklung aktualisiert bereitgestellt.
Ein wesentliches Ziel des IBBW war von Beginn an die Einbeziehung aller Beteiligten, um eine größtmögliche Nutzbarkeit des Schuldatenblatts sowie Passung zum künftigen Prozess der Ziel- und Leistungsvereinbarungen zu erreichen. Das Schuldatenblatt wird daher in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Kultus und in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus der Schulaufsicht und Schulpraxis, der Wissenschaft sowie dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (weiter-)entwickelt.
Der Aufbau und die Inhalte des Schuldatenblatts orientieren sich am Referenzrahmen Schulqualität Baden-Württemberg, der die verbindliche Grundlage im Gesamtkonzept der datengestützten Qualitätsentwicklung darstellt. Es werden Rahmenbedingungen, Prozesse und Ergebnisse von Schulqualität abgebildet und auf Einzelschulebene dargestellt. Dabei fließen Daten aus unterschiedlichen Quellen in das Schuldatenblatt ein, beispielsweise aus der amtlichen Schulstatistik, den Ergebnissen der Lernstandserhebungen und sonstigen statistischen Erhebungen, z. B. der zentralen Prüfungsergebnisse. Alle Daten werden im IBBW zentral gesammelt, aufbereitet und in das Schuldatenblatt eingespielt.
Eine vertiefende schulartspezifische Einführung in das Schuldatenblatt sowie Hinweise zu verwendeten Daten und Datenquellen finden sich hier:
Erläuterung
zum Datenblatt allgemeine Schulen (GS, WRHS, RS, GMS, AGY) (pdf)
Erläuterung
zum Datenblatt SBBZ (Lernen, Sprache, GENT, KMENT) (pdf)
Erläuterung
zum Datenblatt berufliche Schulen (pdf)
Im nachfolgenden Videobeitrag stellen Dr. Günter Klein und Dr. Ulrike Rangel Zielsetzungen, Hintergründe und wesentliche Elemente des Schuldatenblatts vor.
Das Schuldatenblatt ist über ASD-BW abrufbar. Weiterführende Hinweise sind hier zu finden:
Informationen zu den Neuerungen in der aktuellen Version (Schuljahr 2025/26) des Schuldatenblatts finden sich hier:
Informationsbuttons im Schuldatenblatt ("Tooltips")
Um Schulleitungen und Schulaufsichtspersonen bei der Interpretation der Daten im Schuldatenblatt zu unterstützen, wird es zukünftig für ausgewählte Bereiche, sogenannte „Tooltips“, geben: Nutzende können über kleine Informationsbuttons an Informationen gelangen, die das Lesen und Interpretieren der Daten stützen (z. B. Ziele der Abbildung, Einordnung der Ergebnisse, Lesebeispiele). Ab dem Schuljahr 2026/27 werden Tooltips für folgende Bereiche im Schuldatenblatt der allgemein bildenden Schulen veröffentlicht:
I Rahmenbedingungen
- Zusammensetzung der Schülerschaft: Sozialindex
- Eingangsvoraussetzungen: Lernstand 5
II Prozesse
- Lehren und Lernen: Wahrgenommene Unterrichtspraxis
III Ergebnisse
- Fachliche Kompetenzen: VERA 3/ VERA 8
- Zufriedenheit und Wohlbefinden
Weitere Tooltips (auch für andere Schularten) sind derzeit im Aufbau, um den Nutzenden eine Unterstützung bei der Arbeit mit dem Schuldatenblatt zu bieten.
Leitfaden - Von Daten zu Taten
Der im IBBW entwickelte Leitfaden unterstützt Schulen bei der internen datengestützten Qualitätsentwicklung und bietet hierfür praktische Anleitungen und Beispiele für die Umsetzung. Der Leitfaden basiert auf dem bewährten Modell der datenbasierten Entscheidungsfindung von Schildkamp und Poortman (2015)* und führt die Leserinnen und Leser durch den gesamten Prozess der Datennutzung – von den „Daten“ hin zu „Taten“
*Schildkamp, K., & Poortman, C. (2015). Factors Influencing the Functioning of Data Teams. Teachers College Record: The Voice of Scholarship in Education, 117(4), 1–42. https://doi.org/10.1177/016146811511700403
Handreichung TU Dortmund/ IfBQ - Data Richness
Eine mehrperspektivische und zielgerichtete Datennutzung in der Schul- und Unterrichtsentwicklung („Data Richness“) ist voraussetzungsvoll. Das im Rahmen des Programms „Wie geht gute Schule? – Forschen für die Praxis“ von der Robert Bosch Stiftung geförderte Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität Dortmund und des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) in Hamburg hat diese Voraussetzungen systematisch in einer Handreichung herausgearbeitet und wertvolle Hinweise formuliert, wie Schulleitungen, Schulaufsichtspersonen, Schulträger, Landesinstitute und Qualitätseinrichtungen eine mehrperspektivische und zielorientierte Datennutzung in Schulen unterstützen können. Die Handreichung enthält neben einer wissenschaftlich fundierten Beschreibung all jener Faktoren, die eine erfolgreiche evidenzbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung kennzeichnen, auch zahlreiche Arbeitsmaterialien, Reflexionsangebote und Literaturtipps.
Handreichung zur Unterstützung von „Data Richness“ in Schulen
In den nachfolgenden, kurzen Videos findet sich jeweils ein Einblick in das Schuldatenblatt für eine bestimmte Schulart.