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20.07.2021

Unterricht entwickeln und professionelle Kompetenzen von Lehrpersonen stärken

Vortrag von Prof. Dr. F. Lipowsky & D. Rzejak (Universität Kassel) und drei anschließende Workshops von Prof. Dr. F. Lipowsky, D. Rzejak (Universität Kassel) & J. Gerking (Alexander-von-Humboldt-Schule, Lauterbach), N. Fröhlich (IBBW), Dr. T. Fütterer (Universität Tübingen)

Vortrag: Unterricht entwickeln und professionelle Kompetenzen von Lehrpersonen stärken
(Prof. Dr. Frank Lipowsky und Daniela Rzejak, Universität Kassel)
Zugang zu den Vortragsfolien über einen passwortgeschützten Zugang für registrierte Teilnehmende der Veranstaltung

Literaturempfehlung: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/fortbildungen-fuer-lehrpersonen-wirksam-gestalten

Workshop I:
Das Projekt POLKA: Ein Impuls zur nachhaltigen Unterrichtsentwicklung
(Prof. Dr. F. Lipowsky und D. Rzejak, Universität Kassel, J. Gerking, Alexander-von-Humboldt-Schule, Lauterbach)
Zugang zu den Workshop-Folien über einen passwortgeschützten Zugang für registrierte Teilnehmende der Veranstaltung

Workshop II:
Webbasierte Fortbildungen gestalten: wissenschaftliche Erkenntnisse als Anstöße für die Praxis? (pdf 1,3 MB)
(N. Fröhlich, Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg)

Workshop III:
Online-Fortbildung zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht (pdf 2,2 MB)
(Dr. T. Fütterer, Universität Tübingen)

Kurzbericht

In ihrem Vortrag „Unterricht entwickeln und professionelle Kompetenzen von Lehrpersonen stärken“ stellten Prof. Dr. Frank Lipowsky und Daniela Rzejak jeweils auf Grundlage von Befunden aus der Bildungsforschung Merkmale wirksamer Lehrkräftefortbildung vor. Im Mittelpunkt standen dabei drei Merkmale: erstens die konkrete Unterrichtsbezogenheit der Fortbildungen mit fachlicher Tiefe und inhaltlichem Fokus; zweitens der Bezug zum Stand der Unterrichtsforschung / zu den Tiefenstrukturen von Unterricht; drittens die Förderung einer intensiven Kooperation der Lehrkräfte für ihre berufliche Weiterentwicklung. Zu jedem dieser Merkmale wurden Studien zur Wirksamkeit von Lehrkräftefortbildungen vorgestellt, in denen die jeweiligen Merkmale besonders im Fokus standen. 

In der Diskussion wurde nochmal sehr deutlich, dass die Merkmale der Tiefenstrukturen, die in der unmittelbaren Unterrichtsentwicklung durch die Lehrkräfte eine wichtige Rolle spielen, auch für die Gestaltung von hochwertigen Lehrkräftefortbildungen bedeutsam sind. Diskutiert wurde, wie sich diese Merkmale in Lehrkräftefortbildungen umsetzen lassen und welche Rahmenbedingungen dazu nötig sind.

In den anschließenden Workshops ging es darum, wie die schon im Vortrag thematisierten Gelingensbedingungen von Lehrkräftefortbildung in konkrete Handlungen für die Praxis umgesetzt werden können.

Im Workshop I (Prof. Dr. F. Lipowsky, D. Rzejak, J. Gerking) wurden das Projekt „Unterricht in professionellen Lerngemeinschaften entwickeln und kriterial analysieren (POLKA)“ sowie erste Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Projekt vorgestellt. POLKA zielt darauf ab, Lehrkräfte bei der kriterialen Analyse ihres Unterrichts im Hinblick auf Tiefenmerkmale von Unterrichtsqualität zu unterstützen. Hierzu arbeiten Lehrkräfte einer Schule in professionellen Lerngemeinschaften zusammen und hospitieren wechselseitig im Unterricht. Für ihre Zusammenarbeit, die Hospitationen und die anschließenden Reflexionsgespräche werden ihnen praxisnahe Handreichungen und Beobachtungsbögen zur Verfügung gestellt. Die Workshopteilnehmenden diskutierten in Kleingruppen Potenziale des Projekts sowie die Frage, wie es gelingen kann, die kollegiale Hospitation so zu gestalten, dass sie als Lern- und nicht als Bewertungssituation wahrgenommen wird.

In Workshop II (N. Fröhlich) „Webbasierte Fortbildungen gestalten: wissenschaftliche Erkenntnisse als Anstöße für die Praxis?“ wurden zentrale Ergebnisse des Systematic Review zur Gestaltung von webbasierten Lehrkräftefortbildungen vorgestellt (Capparozza, Fröhlich, Dehmel & Fauth, in Begutachtung). Danach fand in Kleingruppen ein gemeinsamer Austausch statt und zum Abschluss wurde im offenen Plenum diskutiert, wie die Erkenntnisse aus der Überblicksarbeit zur Gestaltung qualitativ hochwertiger Online-Fortbildungen Eingang in die Praxis finden können und welche Rahmenbedingungen dabei beachtet werden sollten. Der Workshop lieferte wertvolle Impulse sowohl für die Teilnehmenden als auch für die Arbeit des IBBW im Bereich Wissenschaftstransfer zum Thema Online-Lehrkräftefortbildung. 

In Workshop III (Dr. T. Fütterer) „Online-Fortbildung zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht“ wurde die im Titel genannte Fortbildung OFED vorgestellt, die gemeinsam vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen und dem Zentrum für Schulentwicklung und Lehrerkräftefortbildung Baden-Württemberg (ZSL) aktuell auf den Weg gebracht wird. Dabei ging es zunächst darum zu zeigen, dass bei der Entwicklung Qualitätskritierien in die Praxis umgesetzt wurden, die aus der Forschung als Gelingensbedingungen effektiver Fortbildung bestätigt sind. Die Teilnehmenden, die mehrheitlich aus der Aus- und Fortbildung kamen, zeigten sich sehr positiv interessiert an der Fortbildung. Sie tauschten Erfahrungen und Einschätzungen darüber aus, welche Bedingungen jenseits eines qualitativ hochwertigen Angebots Beachtung bei der Umsetzung benötigen, damit Lehrkräfte dieses auch annehmen und besuchen. Dabei standen vor allem Faktoren wie Zeit für berufliche Weiterentwicklung bei Lehrkräften und der Stellenwert von Fortbildung in der Bildungsadministration im Vordergrund, der sich in der Bereitstellung von Ressourcen dafür widerspiegelt.

 

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