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24.11.2021

Elternbeteiligung im schulischen Kontext. Dialogveranstaltung Wissenschaft und Praxis

Vortrag von Prof.‘in Dr. Doris Holzberger und Simon Munk (Technische Universität München) mit Praxisbeiträgen der Elternstiftung Baden-Württemberg und des Bildungsbüros Weinheim sowie einer Stellungnahme des Elternbeirats

Vortrag Elternbeteiligung im schulischen Kontext. Dialogveranstaltung Wissenschaft und Praxis (pdf 4,7 MB) und Ergebnis der Kleingruppenarbeit → MURAL (pdf)
(Prof.‘in Dr. Doris Holzberger und Simon Munk. Technische Universität München)

Praxisbeitrag (pdf 2,5 MB)
(Frau Gülhan-Aras, Elternstifung Baden-Württemberg)

Praxisbeitrag (pdf)
(Frau Huller-Haastert, Bildungsbüro Weinheim)

Kurzbericht

In einem 25-minütigen Vortrag stellten die beiden Referierenden Vorgehen und Ergebnisse der Forschungssynthese „Elternbeteiligung im schulischen Kontext

Potenzial zur Förderung des schulischen Erfolgs von Schülerinnen und Schülern vor. Nach zwei Beiträgen aus der Praxis tauschten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen über mögliche integrative Elternbeteiligungsformate aus. In der Abschlussrunde diskutierten sie die Ergebnisse und weitere Fragen.

Zu Beginn führte Herr Munk in die Tätigkeiten des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) an der Technischen Universität München (TUM) und in den Themenbereich Forschungssynthesen ein. Frau Prof.‘in Dr. Holzberger skizzierte im Anschluss die Vorgehensweise bei der Forschungssynthese zur Elternbeteiligung und ging auf Forschungsfragen, Datenaggregation und -analyse sowie verwendete Kategorien der Elternbeteiligung ein.

Ausgewählte Erkenntnisse aus der Forschungssynthese:

  • Für die Art der Elternbeteiligung, die mit „home-based“ beschrieben wird, fänden sich kleine positive Zusammenhänge zwischen Elternhandeln und Schulleistung der Kinder. Hier sei vor allem eine positive Auswirkung auf die Motivation der Kinder sichtbar, wenn Eltern sich zu Hause an den schulischen Aktivitäten des Kindes interessiert zeigten.
  • Deutlichere, nämlich kleine bis mittelgroße Zusammenhänge würden sich bei der als „school-based“ bezeichneten Elternbeteiligung ergeben, die sich neben einem klaren positiven Einfluss auf die Motivation auch auf die Leistung auswirke. Das gelte besonders, wenn sich Eltern in mitbestimmenden Tätigkeiten ehrenamtlich in der Schule engagierten.
  • Die „academic socialization“ der Eltern, aus denen Bildungserwartungen für ihre Kinder hervorgehen, zeige den größten Einfluss auf die Schulleistung. Auch wenn sich für Kinder aus Elternhäusern mit höherem sozioökonomischen Status höhere positive Zusammenhänge zwischen Leistung, Motivation und Elternbeteiligung ergäben, sei jedoch in der Gesamtsicht die elterliche Beteiligung an sich wichtiger als der sozioökonomische Status. 

Frau Gülhan-Aras von der Elternstiftung Baden-Württemberg erläuterte in ihrem Beitrag aus der Praxis vor allem die integrative Arbeit mit Blick auf die Unterstützung zugewanderter Eltern.

Frau Huller-Haastert vom Bildungsbüro in Weinheim stellte ihre Tätigkeiten zu Beratung und Begleitung von Jugendlichen und ihren Eltern am Übergang von Schule und Beruf dar.

Die Perspektives des Landeselternbeirats Baden-Württemberg wurde durch ihren Vorsitzenden, Herrn Mittelstaedt, eingebracht.

Sowohl in diesen Beiträgen als auch in der Folge war die Auseinandersetzung mit dem Thema stark davon geleitet, dass es unter den Teilnehmenden einen Konsens über die Gelingensvoraussetzungen für die integrative Elternbeteiligung gab:

  • eine positive und persönliche Ansprache der Eltern, die in einen partnerschaftlichen Austausch führt, der nicht anlassbezogen negativ beginnen darf;
  • niederschwellige und frühzeitige Angebote;
  • aus dem zunächst persönlichen Kontakt muss sich für die Eltern ein Mehrwert aus dem Austausch ergeben, sodass eine nachhaltige Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen entsteht.

 

 

 

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